Dübener Heide

Natur ist magisch

Die leicht hügelige Dübener Heide ist bekannt als größter zusammenhängender Mischwald Mitteleuropas, aber auch für ihre einzigartige Landschaft. Hier wechseln sich Wiesen und Felder mit Misch- und Kiefernwäldern ab. Teich- und Seenlandschaften und Moorgebiete sowie idyllische Heidedörfer vervollständigen das Landschaftsbild. Mit ihren zahlreichen Wander-, Reit- und Radwegen bietet die Region viele Möglichkeiten für die aktive oder passive Urlaubs- oder Freizeitgestaltung für jede Altersklasse.

Geografische Lage

Die Dübener Heide liegt zwischen Berlin und Leipzig und ist zwischen den Flußlandschaften von Elbe und Mulde eingebettet. Ca. 53 Prozent der Fläche befinden sich im Bundesland Sachsen-Anhalt, während ca. 47 Prozent im Freistaat Sachsen liegen. Die Region wird im Norden von der Elbniederung bei Wittenberg und Pretzsch sowie den Städten Torgau im Südosten, Elleburg im Süden und Dessau im Westen begrenzt. Große Teile der Dübener Heide erhielten aufgrund ihrer Ursprünglichkeit das Prädikat Naturpark, um Natur und Umweld zu schützen. Viele Heideortschaften liegen versteckt und haben sich so ihre Ursprünglichkeit bewahrt, da sie oft nur über Nebenstraßen zu erreichen sind.

So sieht schöner Natur aus!!
So sieht schöner Natur aus!!
Natur ist magisch
Natur ist magisch

Geschichtliche Entwicklung

Während der Saaleeiszeit vor ca. 250 000 Jahren entstand die Dübener Heide als Endmoränenlandschaft mit vorwiegend sandigen Böden, unter denen braunkohleführende Schichten lagerten. Der regionale Braunkohle-Tagebau wurde Ende der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre eingestellt und die Erdlöcher geflutet. So kam es kam es zur Entwicklung der unterschiedlichen Seenlandschaften und es entstanden z. B. der Gremminer See, die Goitzsche oder der Seelhausener See, der als einziger See bis nach Sachsen reicht.

Vielfältige Flora und Fauna

Die Region präsentiert sich als wahres Paradies für alle Natur- und Tierliebhaber, der hier eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt entdecken kann. Bei einem Spaziergang durch die Natur sind neben Heidelbeeren und Pilzen auch typische Pflanzen wie die Binsen-Schneide, den Fieberklee oder die Gemeine Moosbeere zu finden. Viele Tiere wie z. B. Dachse, Fischotter, Fledermäuse oder Biber sind hier zu Hause. So kann man mit ein wenig Glück im Hammerbachtal abgenagte Baumstümpfe und Biberburgen entdecken. Fisch- und Seeadler, Kraniche, Störche oder die Heidelerche fühlen sich in der Natur ebenso wohl wie verschiedene Frosch- und Molcharten. Bei Schlaitz können im Haus am See am Nordufer des Muldesees über Live-Bilder einer Spezialkamera Fischotter in ihrem Horst beobachtet werden.

Haus und Meer - aber nicht in Deutschland
Haus und Meer – aber nicht in Deutschland

Sport- und Freizeitmöglichkeiten

Zahlreiche Wander- und Radwege bieten Gelegenheit, die Schönheit der hügeligen Heidelandschaft mit ihren vielfältigen Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. So führt der Europawanderweg (R1) z. B. am Bergwitzsee vorbei, der zu einem erfrischenden Bad im See einlädt. Auch Reiter haben die Möglichkeit über spezielle Reitwege den Ritt durch die Natur zu genießen und so zu den Sehenswürdigkeiten der Region zu gelangen. Viele Seen bieten Wassersportlern die Möglichkeit, ihrem Hobby nachzukommen. Angler freuen sich beispielsweise über den Fischreichtum im Gremminer See, wo sie Welse, Zahnder, Karpfen oder Barsche fangen können. Der Muldestausee bietet nicht nur Anglern einen Fischreichtum, sondern auch Segler, Kanuten, Ruderer oder Surfer haben hier die Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen. Bei einem Tauchgang in einem der vielen Seenlandschaften gibt es für Taucher ebenfalls viel zu sehen.

Interessante Sehenswürdigkeiten

Umgeben von Wäldern, Wiesen oder Seen befinden sich in der Dübener Heide mehr als 20 Schlösser, Burgen oder Herrenhäuser, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Besonders reizvoll ist des Wasserschlosses Reinharz, welches bei Bad Schmiedeberg liegt und bis ins barocke Zeitalter zurückreicht. Burg Düben mit seiner Schiffsmühle wurde erstmals 981 erwähnt und erhebt sich direkt an den Ufern der Mulde auf einem Hügel. Die Bergschiffsmühle war bis 1954 noch in Betrieb. Die Mitteldeutsche Kirchenstraße führt an vielen Kirchen vorbei, von denen einige, wie z. B. die Elbschifferkirche in Priesitz, aus dem 12. Jahrhundert stammen.

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